Yoga mit Freude

Zeremonieller Kakao

Was ist eigentlich zeremonieller Kakao?

Immer wieder begegnet einem im Internet und auf Yoga-Seiten “Kakao” – aber was genau hat es damit auf sich?
Ich selbst durfte Kakao erst vor zwei Jahren etwa kennen lernen: Auf meinem ersten Yoga Release Retreat mit you in motion yoga stand eine Kakaozeremonie für den Samstag Abend auf dem Programm. Und da dachte ich mir, mal sehen was das ist, und ein bisschen Schokolade schadet nie. 

Vor bzw. als Einleitung der Kakao-Zeremonie hat Marie uns Teilnehmerinnen erst einmal eine wundervolle, interessante Einführung in das Thema Kakao gegeben:

Was Kakao genau ist, welche Inhaltsstoffe und dadurch positive Auswirkungen er auf den Körper hat und schließlich was “Mama Cacao”  alles in uns bewirken kann.
Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht so wirklich in der spirituellen Seite angekommen und hatte dementsprechend meine Zweifel. Aber ich war da und habe mich natürlich darauf eingelassen und war gespannt. Und um es vorweg zu nehmen, es war eine erstaunliche Erfahrung und “Mama Cacao” gehört mittlerweile fest zu meinen Ritualen und Gewohnheiten! 

Kakao - Superfrucht und Speise der Götter

Der Kakaobaum

“theobroma cacao”, ein wundervoller Name, den der Baum von Carl von Linné erhalten und den er sich tatsächlich verdient hat: aus dem Altgriechischen “theos”: Gott und “broma”: Speise. “Cacao”, was auf auf die Azteken zurückgeht, die so die Früchte und die Produkte des Kakaobaums nannten. Die alten Völker, Inka, Maya und Azteken kennen den Kakao schon seit Jahrtausenden und kultivieren ihn seit etwa 3.300 vor Christus!  

Kakao, ein Superfood!

Und Kakao ist eine richtige Superfrucht, das wussten schon die Urvölker im Amazonasgebiet und seit einigen Jahren auch wir.

Kakao, DAS Superfood schlechthin:
Ein Superfood ist ja von der Definition her ein Lebensmittel, das besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und Antioxidantien ist. Und das ist Kakao tatsächlich. Ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt das sofort: Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Kalium, Tryptophan, Theobromin, Anandamid … , eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, die man nur teilweise kennt.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe:

+ Mineralien: Magnesium (300 bis zu 500 mg) zur Entspannung der Muskeln, Kalzium (200 – 400mg) zur Stärkung der Knochen, Eisen (ca. 7 mg) zur Förderung der Blutbildung
+ Antioxidantien – die im Körper freie Radikale binden, was Entzündungen hemmt, dadurch das Immunsystem unterstützt und auch noch den Alterungsprozess verlangsamt! 
+ Tryoptophan – ein körpereigener Botenstoff, eine Vorstufe des Glückshormons Serotonin. Dadurch kann Kakao in unserem Körper also Glück auslösen! Wie wundervoll!
+ Theobromin – ein Stoff aus der Gruppe der Methylxanthine, die in Kakaobohnen, genauso wie in Kaffee oder Tee zu finden sind. Es handelt sich um einen bitter schmeckenden Stoff, der ähnlich wie Koffein eine anregende Wirkung hat, die aber wesentlich schwächer ist, als bei denen von Kaffee. Ein großer Unterschied ist, dass Theobromin mild und dauerhaft anregend und zusätzlich auch noch stimmungsaufhellend wirkt, dazu hat es eine gefäßerweiternde und herzstimulierende Wirkung.   
+ Anandanamid – ein Neurotransmitter, der sich an Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn und im Körper bindet und so Glücksgefühle und geistiges Wohlbefinden auslösen kann, und deshalb oft als Glücksmolekül bezeichnet wird.

Diese wichtigen, gesunden und glücklich-machenden Inhaltsstoffe, die hier genannt sind, bleiben im Rohkakao erhalten, wohingegen sie bei der Herstellung von Schokolade durch mehrmaliges, langandauerndes Erhitzen verringert oder gar ganz zerstört werden.

Herstellung von Rohkakao

Nach der Ernte werden die Bohnen in einem ersten Schritt fermentiert, wodurch der schokoladige Geschmack entsteht. Danach werden die Bohnen getrocknet. Hier trennen sich die Herstellungsabläufe von normaler Schokolade / normalem Kakao und zeremoniellem Kakao: 
Für Schokolade oder “normalen” Kakao werden die Bohnen nach dem Trocknen geröstet, aufgebrochen und nach dem Mahlen oft sterilisiert, also noch einmal hoch erhitzt, dann gewalzt und konchiert,  wobei wiederum Wärme entsteht. Am Ende steht dann die fertige Schokolade.
Für einen “rohen”, zeremoniellen und wertvollen Kakao, werden die Kakaobohnen nach dem Trocknen aufgebrochen, die Schalen entfernt und schließlich die reinen Bohnen zu einer Masse vermahlen. Hier wird also auf “heiße” Vorgänge verzichtet, was den zeremoniellen Kakao, den “Rohkakao” so besonders macht! 

Die (für mich) beste Zubereitung von zeremoniellem Kakao

update!

 In der vergangenen Zeit habe ich ja nach einigen Versuchen die für mich beste Variante herausgesucht (siehe unten). Mittlerweile hat sich meine Kakaozubereitung aber auch weiterentwickelt: 
Ich habe von der lieben Marie von youinmotion yoga Neues dazu gelernt: 
ganz ursprünglich wird der Kakao nur mit Wasser zubereitet: es wird das Wasser erhitzt und in das heiße Wasser der Kakao gegeben und mit einem Molinillo verrührt oder besser noch verquirlt. Dadurch löst sich der Kakao wunderbar auf und es entsteht ein leichter Schaum (die Augen des Kakao).  Der Molinillo ist ein Holzstab, mit beweglichen Ringen daran, der den Kakao “aufschlägt”, ein Kakao-Quirl sozusagen. 
Ich mache mittlerweile gerne eine Mischung aus traditionell und nach europäischem Geschmack: ich mische Wasser und Pflanzenmilch, etwas mehr Milch, wenn er sämiger werden soll. Ich erwärme diese Mischung in einem Krug und verquirle sie mit dem Kakao. Mit Agavendicksaft oder Kokosblütenzucker gesüßt, mit Gewürzen nach Geschmack wird daraus ein sanfter, weicher Kakaogenuss! 


Ich habe in der letzten Zeit bei der Zubereitung meines Kakaos verschiedene Möglichkeiten getestet und bin jetzt bei meinem Favoriten gelandet:

Das benötigst du:
* ca. 20 bis 30 g zeremoniellen Kakao
* 200 ml Hafermilch (oder eine andere pflanzliche Milchalternative)
* zum Süßen Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft
* Gewürze nach Geschmack: z.B. Zimt, Kardamom, Tonkabohne, Muskatnuss, Chili oder Cayennepfeffer

Den Kakao vom großen Block mit einem Messer abschaben, so viel wie benötigt. Die Menge wird gleich im  kleinen Topf gewogen, zwischen 20 und 30 Gramm, je nach Situation und ob es eher eine Zeremonie sein soll oder “nur” ein Heißgetränk. In den Topf gebe ich dann einen kleinen Teil der Milch, und lasse den Kakao langsam schmelzen. Wenn alles geschmolzen ist, habe ich im Topf eine richtig dicke, dunkle, zähflüssige Schokoladencreme ohne Stückchen oder Kakao-Reste. Diese gieße ich dann mit dem Rest der Milch auf (insgesamt etwa 200ml), gerne auf zwei oder drei Mal, rühre vorsichtig um und habe schließlich einen perfekt cremigen, weichen und wirklich köstlichen Kakao. Je nach Geschmack, kommen dann noch die Gewürze dazu. Gerade habe ich dazu die Tonka-Bohne entdeckt, aber vorher war bei mir normalerweise Zimt, Kardamom und auch etwas Chili oder Cayenne-Pfeffer in der Tasse. Ich für meinen Teil brauche für meinen wundervollen Kakao keine zusätzliche Süße, man kann aber gerne etwas Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft verwenden. Da heißt es einfach ausprobieren und offen sein für Neues!


Und Kakao ist wirklich etwas Neues, er hat erst einmal nichts mit dem bekannten Trink-Kakao gemeinsam, da er viel herber und vielleicht etwas bitter schmeckt. So wie die Kakao-Bohne einfach von Natur aus schmeckt – ohne Zucker! 

Jetzt die große Frage, woher man den Kakao eigentlich bekommt? Und da bleibt für richtig guten Kakao tatsächlich nur das Internet – ich habe da meinen persönlichen Favoriten auch schnell gefunden und kann dir ihn nur wärmstens ans Herz legen:
Der Kakao-Mischa! 
Hier bist du für guten, rohen Kakao und vor allem viel Liebe gut aufgehoben! Ich habe schon mehrmals dort bestellt und liebe den Kakao, die Verpackung, die Affirmationskärtchen und und und! Deine Bestellung kommt so wunderbar verpackt bei dir an, mit Kärtchen, Infomaterial und viel Herz!
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Da kannst du gar nichts verkehrt machen! 

Die Wirkung von Mama Kakao

Zum guten Schluss noch das Beste am Kakao: es ist nicht nur ein Getränk oder ein besonders gesundes Getränk, das wach macht – Nein, Kakao kann noch viel mehr! 
Hierzu möchte ich zum Einen von meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen mit Mama Cacao berichten und zum Anderen aufzeigen, was alles dem Kakao und seinen besonderen Fähigkeiten zugeschrieben wird.

Meine Erfahrungen mit Mama Kakao

Auf meinem allerersten Yoga-Release-Retreat im November ’21 durfte ich das erste Mal an einer Kakao-Zeremonie teilnehmen. Veranstaltet hat das Retreat natürlich meine liebe Marie, gleich um die Ecke hier im Fichtelgebirge, genauer am Fichtelsee. Ich habe mich dazu angemeldet, um mal aus meinem “Stress” und dem alljährlichen Herbstblues zu entfliehen. Mir war nicht ganz klar worauf ich mich einlasse und vor allem nicht, dass dieses Wochenende eigentlich den Startschuss für meine spirituelle Reise dargestellt hat. 
Aber zurück zum Kakao – eine Kakaozeremonie war für den Abend geplant, und ich hatte mir vorgenommen, ich lasse mich einfach mal darauf ein, auch wenn ich den einführenden Worten von Marie nicht allzu viel Glauben schenkte. Sie erzählte von der Wirkung des Kakaos, der vorhandene Gefühle zeigen und hochbringen kann, uns öffnen kann und das ein oder andere in mir selbst auslösen kann. 
Ich war aber ganz offen dafür und habe den köstlichen, herben und weichen Geschmack des Kakaos in unserem kleinen Kreis von Gleichgesinnten mit allen Sinnen genossen. Und was soll ich sagen, Mama Cacao hat bei mir emotionale Türen geöffnet – ich habe angefangen zu weinen, warum wusste ich nicht so genau, aber es tat unglaublich gut, die Gefühle rauszulassen. Im Lauf des Retreats und der Zeit danach habe ich hinspüren können, was genau da hochkam und ich habe es mittlerweile, auch durch mein Coaching auflösen können. Aber an diesem Abend waren die Wirkung und die Emotionen wirklich überraschend und überwältigend! 

Die Wirkung von Kakao

Aber auch ohne meine eigene Erfahrung werden dem Kakao verschiedenste Wirkungen zugesprochen:
Grundsätzlich handelt es sich ja bei einer Kakaozeremonie um ein spirituelles Ritual, das einen gewissen Zweck oder eine Wirkung hat: es sollen Verbindungen hergestellt werden zur Natur, zu den Teilnehmern und zu einem höheren Bewusstsein, was auch immer man darunter verstehen mag. Natürlich sind grundsätzlich die Wirkungen von Ritualen von Person zu Person unterschiedlich, aber mögliche Auswirkungen sind: Entspannung und innere Ruhe, die Verstärkung von Kreativität und Intuition, die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und des Gemeinschaftsbewusstseins und auch die Förderung von Dankbarkeit, Verständnis und Empathie. 
Diese Wirkungen sind nicht allein und exklusiv dem Kakao zuzuschreiben, aber im zusammen mit den Umständen eines solchen Rituals wie der Verbindung mit der Natur, der körperlichen und geistigen Entspannung, die in so einer Runde oder so einem Ritual entsteht und das Schaffen einer positiven und unterstützenden Atmosphäre, können die oben genannten Effekte auftreten. Ich selbst, als ehemalige Zweiflerin, kann das nur bestätigen.
Falls du das bezweifelst, kann ich dich nur zu gut verstehen, aber ich habe es selbst erfahren dürfen und abgesehen davon sehe ich meine Kakao-Zeit als essentiellen Teil meiner “Me-time”, in der mir der Kakao hilft, mich zu konzentrieren, zu öffnen, kreativ zu werden und auf meine Gefühle, Emotionen und Befindlichkeiten zu hören. Und das ist in unserer schnellen Zeit ja sooo viel wert!  

Meine Empfehlung lautet also: lass’ dich darauf ein, nimm an einer Kakaozeremonie teil, wenn es in deiner Nähe welche gibt. Oder mach deine eigene Zeremonie, lass’ dich online dafür inspirieren und schmecke den Kakao und spüre seine vielleicht wundersamen Kräfte!